27.03.2026
IFH Köln und BBE: Onlinehandel gewinnt an Relevanz bei Haus- und Heimtextilien
Der Markt für Haus- und Heimtextilien in Deutschland ist 2025 erneut geschrumpft und erreicht nur noch ein Volumen von 8,7 Milliarden Euro. Laut Branchenbericht von IFH Köln und BBE Handelsberatung entspricht das einem Minus von 1,2 Prozent und setzt einen langfristigen Abwärtstrend fort, der sich voraussichtlich bis 2030 moderat fortsetzen wird.
Ein Blick auf die Teilmärkte – Textile Bodenbeläge, Bettwaren, Haus-, Tisch- und Bettwäsche sowie Gardinen-/ Dekostoffe – zeigt: Der Abwärtstrend betrifft nahezu alle Teilmärkte. Besonders deutlich verlieren in der langfristigen Betrachtung zwischen 2019 und 2024 jedoch die Textilen Bodenbeläge. Diese werden zunehmend durch non‑textile Alternativen wie elastische Bodenbeläge ersetzt.
Als Gründe gelten unter anderem eine zurückhaltende Konsumstimmung und verschobene Anschaffungen im Wohnbereich. „Kurzfristige Sondereffekte wie der Homing-Trend während der Pandemie haben dem Markt zwar vorübergehend Auftrieb gegeben, doch diese Phase war nicht nachhaltig“, erklärt Dominik Nuß von der BBE Handelsberatung. Händler und Hersteller müssten sich daher auf ein dauerhaft schwieriges Umfeld einstellen.
Während der Gesamtmarkt schrumpft, gewinnt der Onlinehandel deutlich an Bedeutung: Seit 2016 haben Onlineanbieter ihren Marktanteil um 12 Prozentpunkte ausgebaut. Auch klassische Händler und Hersteller profitieren vom digitalen Vertrieb und steigern ihre Onlineumsätze teils deutlich. Experten sehen jedoch keinen klaren Wachstumstreiber innerhalb der Warengruppen. „Die Entwicklung ist nicht kurzfristig, sondern strukturell – und genau das macht die Herausforderung für die Branche so groß“, betont IFH-Experte Christoph Lamsfuß.
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