07.09.2026
Breckle Weida: Insolvenzverfahren eröffnet – positive Signale
Die Sanierung von Breckle Weida kommt voran. Am 1. August 2026 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und Rechtsanwalt Kai Dellit, Partner der Kanzlei HWW Hermann Wienberg Wilhelm, zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Die Kunden werden wie gewohnt beliefert, Aufträge angenommen und ausgeführt.
Der Eröffnung des Insolvenzverfahrens als Regelverfahren war eine bewusste Entscheidung des Geschäftsführers Gerd Breckle vorausgegangen, der seinen zunächst gestellten Antrag auf Eigenverwaltung freiwillig zurückgenommen hatte. Hintergrund ist, dass sich seine Familie als Investor am laufenden Investorenprozess beteiligen möchte. „Mir ist wichtig, jeden Anschein einer Interessenkollision zu vermeiden und für unsere Gläubiger volle Transparenz herzustellen“, so Gerd Breckle. „Deshalb war für die Fortsetzung der Sanierung im Regelinsolvenzverfahren der richtige und faire Weg.“
Die Marktposition von Breckle Weida bleibt nach Angaben des Insolvenzverwalters stabil. Die Kunden „schätzen die hochwertigen Produkte des Unternehmens nach wie vor und halten dem Unternehmen ebenso die Treue wie die Lieferanten“. Das schlage sich in einem hohen Auftragseingang für die kommenden Monate nieder.
Im gestarteten strukturieren M&A-Prozess besteht demnach eine „erfreulich hohe Nachfrage der Investoren“. Dies sei ein deutliches Signal für die Substanz und die Perspektiven des Unternehmens. Im Jahr 2025 hatte Breckle Weida in Vorbereitung eines erwarteten Großauftrags zusätzliche Mitarbeitende eingestellt. Da dieser Auftrag jedoch nicht im erhofften Umfang zustande kam und auch die übrige Nachfrage verhalten blieb, leitete das Unternehmen Anfang 2026 einen Personalabbau ein. Zu diesem Zeitpunkt waren noch etwas über 300 Mitarbeitende beschäftigt. Der Abbau wurde während der vorläufigen Eigenverwaltung abgeschlossen. Künftig sind rund 235 Mitarbeitende für das Unternehmen tätig. Durch diese und weitere Restrukturierungsmaßnahmen ist Breckle Weida in der Lage, die Löhne und Gehälter aus eigener Kraft zu zahlen, nachdem das Insolvenzgeld im Juli 2026 ausgelaufen ist. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Fundament dieser Sanierung“, betont Insolvenzverwalter Kai Dellit. „Der Geschäftsbetrieb läuft stabil, die Auftragslage hellt sich auf und das Interesse potenzieller Investoren ist hoch. Das sind gute Voraussetzungen, um Breckle Weida erfolgreich in die Zukunft zu führen.“
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