28.09.2026

Textilrecycling: Südwesttextil sieht Handlungsbedarf

Beim Textilrecycling bestehen nach Einschätzung des Branchenverbands Südwesttextil weiterhin erhebliche technische und wirtschaftliche Hürden. Eine mehrmonatige Untersuchung des Verbands kommt zu dem Ergebnis, dass für die Breite der anfallenden textilen Abfälle derzeit kein flächendeckend industriell verfügbares und wirtschaftlich tragfähiges Faser-zu-Faser-Recyclingsystem zur Verfügung steht.

Zwar gebe es für einzelne definierte Stoffströme geeignete Verfahren. Mischtextilien, Farbstoffe, Ausrüstungen, geringe Mengen sowie der Aufwand für Sortierung und Vorbehandlung erschwerten jedoch eine hochwertige Wiederverwertung in der Praxis.

Vor dem Hintergrund der geplanten erweiterten Herstellerverantwortung und der Diskussion über Rezyklatquoten fordert Südwesttextil deshalb, zunächst die notwendigen Kreislaufstrukturen auszubauen. Dazu zählen Sortier- und Recyclingkapazitäten ebenso wie die Weiterverarbeitung von Rezyklaten und entsprechende Absatzmärkte.

„Eine Quote schafft weder geeignete Stoffströme noch Recyclingkapazitäten oder Absatzmärkte“, sagt Südwesttextil-Hauptgeschäftsführerin Edina Brenner. Regulatorische Vorgaben sollten nach Ansicht des Verbands technisch umsetzbar, wirtschaftlich tragfähig und ökologisch wirksam sein.

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Foto/Grafik: AdobeStock
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