13.10.2026

EU prüft Porta-Übernahme vertieft

Die Europäische Kommission hat am 12. Oktober 2026 eine eingehende Prüfung (Phase II) der geplanten Übernahme von Porta durch XXXLutz eingeleitet. XXXLutz hatte den Zusammenschluss am 7. September 2026 angemeldet, die Kommission führt ihn unter dem Aktenzeichen M.11895. Als Entscheidungsfrist nennt sie den 25. Februar 2027.

Nach vorläufiger Einschätzung der Kommission könnte der Zusammenschluss den Wettbewerb im Möbeleinzelhandel in Deutschland, Tschechien und der Slowakei erheblich beeinträchtigen. In Deutschland steht das Discountsegment im Mittelpunkt. Zudem untersucht die Behörde mögliche Folgen für die Beschaffung bei Möbelherstellern und Lieferanten in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Polen. Die Einleitung der zweiten Phase ist keine Vorentscheidung über Genehmigung oder Untersagung.

Zu Porta gehören unter anderem die Vertriebslinien Porta Möbel, SB Möbel Boss, Möbel Letz und Asko mit insgesamt rund 140 Einrichtungshäusern.
XXXLutz-Deutschlandchef Alois Kobler hatte vor der Entscheidung gegenüber T-Online erklärt, er rechne mit einer Zustimmung und einem Abschluss bis Ende des ersten Quartals 2027. Auflagen, durch die XXXLutz einzelne Porta-Standorte nicht übernehmen dürfte, schloss er nicht aus. Die Marke Porta soll erhalten bleiben, für die rund 6.000 Beschäftigten erwartet er keinen größeren Stellenabbau.

Unabhängig davon läuft seit dem 10. Juli 2026 ein weiteres Verfahren der Kommission. Es prüft, ob beide Unternehmen die Übernahme vor der Freigabe in Teilen umgesetzt haben könnten. Ein Verstoß ist nicht festgestellt.

Immer informiert bleiben: Abonnieren Sie den Haustex-Newsletter
EU prüft Porta-Übernahme vertieft
Foto/Grafik: AdobeStock/peterschreiber.media
Stichworte
Haustex
Haustex
Kontakt
  • Kontakt Redaktion
  • Kontakt Anzeigen
  • Kontakt Leserservice

Verlag